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45 Betriebssysteme für den Raspberry Pi

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Für Security-Ansprüche: Kali und Alpine Linux

Das relativ junge Kali Linux ist speziell für sicherheitsrelevante Anwendungen interessant.
Das relativ junge Kali Linux ist speziell für sicherheitsrelevante Anwendungen interessant.
(Bild: Kali Linux Desktop.png / Kali Linux Bureau, vie Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0)

Kali Linux ist eine vergleichsweise junge Linux-Distribution, um die sich aber schnell eine große Fangemeinde gebildet hat. Das 2013 erstmals veröffentlichte Betriebssystem basiert ursprünglich auf Debian und ist speziell auf Sicherheitstests und –anwendungen optimiert.

Kali Linux wurde schnell auf diverse Prozessorarchitekturen angepasst und unterstützt seit Version 1.0.9 (August 2014) auch den Raspberry Pi B+ und alle folgenden Modelle. Der derzeit aktuellste „Rolling Release“, Kali 2020.2 (Stand 12. Mai 2020), enthält zahlreiche speziell auf ARM-Prozessoren zugeschnittene Verbesserungen lässt sich auch auf sämtlichen Raspberry-Pi-Modellen installieren. Eine SD-Karte von mindestens 8 GByte Speicherplatz ist allerdings Grundvoraussetzung für einen effizienten Betrieb.

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Zudem gibt es bereits explizit auf ARM-Chipsätze abgespeckte Kali Light Distributionen auf der Kali Linux Release Download Page. Je nach dem, wie umfangreich es sein soll, kann man sich so einfach ein für die jeweilige Zielplattform passendes vorgefertigtes Kali-Linux-Image herunterladen.

Ebenfalls vergleichsweise jung ist das Security-orientierte Alpine Linux . Das OS ist um die C-Standard-Bibliothek musl und das Programm busybox herum aufgebaut. Das macht die Distribution trotz Verwendung einer GUI sehr leichtgewichtig, so dass das vollständig installierte Betriebssystem von Grund auf nicht mehr als 130 MByte einnimmt. Der Kernel verwendet eine eigene proprietäre Variante von grsecurity/PaX , die speziell auf Hackerschutz und andere proaktive Securitymaßnahmen abzielt.

Seit Version 3.2.0 ist Alpine Linux auch offiziell auf den verschiedenen Varianten von Raspberry Pi 2 und 3 lauffähig. Die derzeit aktuellste, stabile Version (Stand 23. April 2020) ist Alpine 3.11.6, wobei einzelne Bibliotheken, wie beispielsweise ein Docker-Upgrade, auch in neueren Versionen vorliegen.

Auch wenn das Betriebssystem selbst recht schlank daherkommt, sind Setup und Installation auf einer für Raspberry Pi geeigneten microSD-Karte doch eher komplex. Das hauseigene Wiki von Apline Linux stellt eine detaillierte Installationsanleitung für Raspberry Pi 2 Model v1.2, Raspberry Pi 3, das Compute Module 3 sowie das Raspberry Pi 4B bereit. Die Installation sei aber nur geübten Linux-Anwendern empfohlen.

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