IDC sieht positive Entwicklung

2018 könnte Jahr des IoT-Durchbruchs werden

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Viele Branchen setzen zunehmend auf das Internet der Dinge.
Viele Branchen setzen zunehmend auf das Internet der Dinge. (Bild: IDC)

Die Marktforscher von IDC haben sich in der Studie „Internet of Things in Deutschland 2018“ mit dem Stand der IoT-Implementierung befasst. Es zeichnet sich demnach ab, dass sich das Jahr 2018 zum Wendepunkt für die Technik entwickeln könnte.

Zu den wesentlichen Erkenntnissen der Erhebung zählt, dass 72 Prozent der von IDC befragten Organisationen für 2018 mindestens ein neues IoT-Projekt planen und dafür bereits Budget bereitstellen. 51 Prozent der Unternehmen wollen zudem im laufenden Jahr IoT-Plattformen einführen, 20 Prozent besitzen bereits eine entsprechende Lösung. Weitere 38 Prozent wollen die Blockchain in ihren IoT-Deployments nutzen. Als wesentliche Hürden werden vor allem die hohe Komplexität bei der Auswahl der Technologien und Anbieter (26 Prozent), das Fehlen ganzheitlicher IoT-Lösungen sowie IoT-bedingte Sicherheitslücken in den IT-Systemen (je 20 Prozent) genannt. Sogenannte „IoT-Starter-Kits“ brachten hier nicht den gewünschten Erfolg: „Es reicht einfach nicht, Kunden ein Paket mit Sensoren und einer SIM Card zu schicken. IoT Labs sind der deutlich bessere Ansatz, um gemeinsam hands-on an Prototypen zu arbeiten und ein Konzept für den Rollout zu entwickeln“, erklärt Mark Alexander Schulte, Senior Consultant und Projektleiter von IDC.

Connectivity und Analyseorte

Die meisten Unternehmen setzen bei der Connectivity auf Mobilfunk (40 Prozent), gefolgt von kabelgebundenen Verbindungen (38 Prozent) sowie WLAN und Bluetooth (34 Prozent). Neuartige Techniken wie Low Power Wide Area Networks (LPWAN) sind dagegen mit 12 Prozent noch wenig verbreitet. Beim Ort der Datenanalyse erwartet IDC, dass bis 2019 rund 40 Prozent aller Daten im oder in der Nähe des vernetzten Objekts verarbeitet werden. Die Studie stützt diese These: Edge Computing wird schon jetzt von 14 Prozent der Unternehmen genutzt, weitere 32 Prozent planen dies bis Ende des Jahres. Auch die Blockchain wird für IoT-Projekte immer interessanter: Vor allem die schnelle Durchführung von Mehrfachtransaktionen (43 Prozent), die Absicherung der IoT-Daten (41 Prozent) sowie die bessere Nachweisbarkeit der Kontrollkette (36 Prozent) werden positiv eingeschätzt. IDC warnt aber davor, diesen Trend zu wichtig zu nehmen: „Trotz der Vorteile, die Blockchain ohne Frage bietet, führt der aktuelle Hype schnell zu einer Überbewertung. Der immens hohe Bedarf an Rechen- und Speicherressourcen sollte nicht unterschätzt werden. Blockchain ist daher nicht zwingend das Mittel der Wahl für alle IoT-Anwendungen“, verdeutlicht Schulte.

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