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Amerikanische Big Data Firma schlampt mit persönlichen Daten 198 Millionen Wählerdaten ungesichert in der Cloud

Autor / Redakteur: Moritz Jäger / Peter Schmitz

Eine der amerikanischen republikanischen Partei nahestehende Big Data Analysefirma ist für den wohl größten Leak persönlicher Daten in der Historie verantwortlich. Die privaten Informationen von 198 registrierten Wählern waren öffentlich über eine ungesicherte Datenbank aus der Cloud abrufbar.

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Die Big Data Analytics Firma Deep Root Analytics hat Daten zu 198 Millionen Wählern gesammelt und öffentlich zugänglich gemacht.
Die Big Data Analytics Firma Deep Root Analytics hat Daten zu 198 Millionen Wählern gesammelt und öffentlich zugänglich gemacht.
(Bild: pixabay / CC0 )

Drei Firmen, die mit den amerikanischen Republikanern zusammenarbeiten, sind für wohl einen der weitreichendsten Datenleaks persönlicher Informationen verantwortlich. Allen voran ist die Analysefirma Deep Root, denn wie die Sicherheitsfirma UpGuard mitteilt, lagerte sie die Daten von 198 Millionen Wählern in einer fehlerhaft konfigurierten Datenbank, die ohne Passwort in einer öffentlich zugänglichen Amazon Cloud gespeichert wurde. Zum Vergleich: Für die Präsidentenwahl 2016 hatten sich insgesamt etwa 200 Millionen Amerikaner registriert (von denen rund 132 Millionen dann wirklich ihre Stimme abgaben).

Die Daten geben einen Einblick in die Big Data Analysen der Republikaner im Vorlauf zur Präsidentenwahl. So lassen sich aus den Datensätzen etwa Überlegungen nachvollziehen, wie wahrscheinlich ein Wähler, der 2012 für Obama stimmte 2016 auf Trump umschwingt, wenn er mit dessen Auslandspolitik übereinstimmt.

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 Moritz Jäger

Moritz Jäger

IT Journalist