Markteinblick

12 Augmented- und Virtual Reality-Start-ups

| Autor / Redakteur: Lisa Marie Waschbusch / Nico Litzel

Start-ups gibt es viele, auch im Bereich Virtual und Augmented Reality.
Start-ups gibt es viele, auch im Bereich Virtual und Augmented Reality. (Bild: Pixabay / CC0)

Start-ups sind in den vergangenen Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen – so auch im Bereich Virtual oder Augmented Reality. Nutzer in virtuelle Welten versetzen oder ihnen virtuelle Elemente in die Realität zuspielen, dient nicht nur dem Entertainment. Vielmehr können VR und AR Unternehmen dabei helfen, Arbeitsprozesse zu optimieren. Wir zeigen einige Beispiele.

Digitalisierte Innenräume mit Indoor-Navigation, Product-Placement-Anwendungen für Virtual-Reality-Umgebungen oder chirurgische Navigationssysteme, die Ärzten bei Operationen helfen sollen: Die Liste neuartiger Anwendungen im Bereich Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) ist lang. Dahinter stehen oft junge Unternehmen oder Start-ups, die insbesondere Produkte in den Bereichen Wartung, Logistik und Produktentwicklung – aber auch für Branchen wie die Automobilindustrie oder Medizintechnik – entwickeln und damit durchaus eine Effizienz- und Produktivitätssteigerung bei Arbeitsprozessen herbeiführen können.

Große Kunden zählen auf Start-up-Technologien

Große Industrieunternehmen greifen immer öfter auf solche Anwendungen zurück: Im August 2017 gab DHL Supply Chain bekannt künftig AR-gestützte „Smart Glasses“ als Standardausrüstung in den Lagern weltweit einzusetzen. Die Datenbrillen werden von DHL-Mitarbeitern getragen und blenden schrittweise Arbeitsanweisungen und Hinweise ein, zum Beispiel wo sich der gesuchte Artikel befindet und wo er auf dem Wagen zu positionieren ist. Die Software hierfür kommt von einem Start-up: Ubimax lieferte die AR-Software xPick. DHL soll durch die Nutzung Produktionszuwächse von 15 Prozent gemessen haben.

Aber auch in anderen Branchen scheinen AR- und VR- Anwendungen von Start-ups beliebt zu sein: Automobilmarken wie Volkswagen oder BMW kooperieren beispielsweise mit dem Münchener Start-up NavVis, das eine Indoor-Mapping-Technologie für Innenräume entwickelt hat. Das 2013 gegründete Unternehmen arbeitet hierbei mit einem Trolley, der die Umgebung per 3D-Scan-Verfahren erfasst.

Die Deutsche Bahn verwendet einen Player, über den sich Bewerber einen besseren Eindruck von ihrem zukünftigen Arbeitsplatz machen können. Auch andere VR-Inhalte wie interaktive Rundgänge oder Produkt- und Werbevideos sind laut Hersteller möglich. Der VR-Player stammt von dem Berliner Start-up Delight VR.

Westeuropa könnte zweitwichtigster AR-/VR-Markt werden

Der Markt für Virtual Reality und Augmented Reality ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Einer Studie des internationalen Marktforschungs- und Beratungsunternehmens International Data Corporation (IDC) zufolge sollen sich die Gesamtausgaben für VR- und AR-Anwendungen bis 2021 um jährlich mindestens 100 Prozent steigern. Demnach steigen die Ausgaben von 11,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017 auf fast 215 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021; die jährliche Wachstumsrate betrage 113 Prozent. Westeuropa verschrieb laut IDC ein Marktvolumen von 2 Milliarden Dollar im Jahr 2017. Mit einer Wachstumsrate von 121 Prozent könne sich Westeuropa bis Ende 2021 sogar auf Platz zwei, direkt hinter den USA, vorschieben.

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal Industry of Things.

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