Kommentar von Dr. Hans Holger Rath, Attensity Europe

Unstrukturierte Daten sind Tickets für den Geschäftserfolg

| Autor / Redakteur: Dr. Hans Holger Rath / Nico Litzel

Mithilfe der Textanalyse-Technik können Unternehmen unstrukturierte Daten zur Verbesserung von unterschiedlichen Bereichen einsetzen.
Mithilfe der Textanalyse-Technik können Unternehmen unstrukturierte Daten zur Verbesserung von unterschiedlichen Bereichen einsetzen. (Bild: Attensity Europe)

Big Data gehört zu den Megathemen für Unternehmen schlechthin. Allerdings vergessen dabei Unternehmen zumeist die geschäftsentscheidenden Informationen, die in unstrukturierten Daten wie E-Mails oder Social-Media-Beiträgen verborgen sind. Erst durch die Einbeziehung dieser Texte bei der Business-Intelligence-Analyse werden aus Daten Tickets für den Geschäftserfolg.

„Trends“, „Big Data“, „2015“ – allein schon diese beiden Begriffe und eine Zeitangabe vermitteln einen Eindruck von der immensen Informationsfülle zum Thema Big Data: Innerhalb von 0,38 Sekunden hat die Suchmaschine Google etwa 37.100.000 Seiten mit diesen zwei Begriffen und dieser Zahl gefunden. Im Fall des Begriffs „Big Data“ sind es sogar etwa 609 Millionen Seiten. Weltweit werden in jeder Minute 1,7 Trillionen Bytes an Daten generiert. Das entspricht etwa 360.000 DVDs. Etwa alle zwei Jahre verdoppelt sich das Datenvolumen.

Bei jedem Einkauf in einem Online-Shop, bei jedem mit anderen Usern geteilten Foto auf Facebook oder bei jedem Aufruf eines Stadtplans mit dem Smartphone etc. werden Daten erzeugt. Das gilt ebenso in der Unternehmenswelt, wo Technologien wie Sensorik und RFID oder die Kommunikation über Social-Media-Kanäle wie Twitter, Facebook, Google+ oder YouTube das Datenvolumen exponentiell nach oben treiben.

Es werden jedoch nicht nur Daten generiert, sondern auch wettbewerbsrelevante Informationen. Jeder Kontakt mit einem Unternehmen hinterlässt beim Konsumenten Eindrücke und schafft Erfahrungen, die wiederum Äußerungen in den sozialen Netzwerken auslösen können. Manche Unternehmen speichern denn auch mittlerweile bereits Daten im Petabyte- und verarbeitet täglich Daten im dreistelligen Terabyte-Bereich. Die schnell wachsenden Datenvolumina fordern den Einsatz von leistungsfähigen Big-Data-Technologien heraus. Aber nicht nur das Tempo ist eine Herausforderung, sondern auch der sehr stark wachsende Anteil unstrukturierter Daten.

Unstrukturierte Daten: Faktor 1.000 an Relevanz

Derzeit nutzen Unternehmen in erster Linie noch strukturierte Daten zum Beispiel aus ERP-Systemen und Datenbanken, die sie mit klassischen Business-Intelligence-Anwendungen analysieren lassen. Aber das ändert sich gerade – auch wegen der immer selbstverständlichen Nutzung der neuen Kommunikationskanäle im Social Web mit ihren unstrukturierten Daten. Forrester Research hat in einer Umfrage herausgefunden, dass unstrukturierte Daten für Unternehmen etwa 1.000 Mal relevanter sind als strukturierte Daten. Allerdings verfügt laut einer Untersuchung der „Computerwoche“ nicht mal jeder zehnte Befragte über die notwendigen Werkzeuge, um die geschäftsrelevanten Informationen aus unstrukturierten Daten zu extrahieren und zu analysieren.

Unstrukturierte Daten sind Texte wie E-Mails, Dokumente, Fragebögen, Kundendienstnotizen, Pressemitteilungen, Online-Seiten der Medien, Website-Content von Unternehmen etc., Blogs, Foren, Produktrezensionen und verstärkt Social-Media-Plattformen wie Twitter, Facebook, Google+, YouTube etc. Unternehmen finden hier wichtige Informationen über Wettbewerber, Lieferanten und Kunden, erhalten Feedback auf ihre Produkt-, Dienstleistungs- und Serviceangebote und ihrem Image.

Ergänzendes zum Thema
 
Von unstrukturierten zu strukturierten Daten
 
Bestimmung der relevanten Informationen

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