Data Lakes leichter aufbauen, verwalten und nutzen

Teradata veröffentlich „Kylo“ unter Open-Source-Lizenz

| Autor: Ludger Schmitz

(Bild: Manfred Schimmel / Pixelio.de)

Informationen in Data Lakes aufbewahren, das ist für Anwender nicht gerade einfach. Es ist zu kompliziert und zeitaufwendig, die Informationen nützlich zu machen. Ein Tool von Teradata verspricht, die Sache einfacher zu machen.

„Data Lakes aufzubauen ist oft kostspielig und langwierig. Unternehmen kämpfen zudem häufig mit einem Mangel an erfahrenen Softwaretechnikern und Administratoren sowie mit fehlendem Wissen über Best Practices. Sind Data Lakes einmal fertig, setzen viele Anwender sie nicht ein, weil sie nur schwer zu nutzen sind.“ Diese Aussagen kommen immerhin von einem Unternehmen, das man wohl als Fürsprecher von Big Data bezeichnen darf: Teradata.

Nutzung und Administration müssen einfacher werden

Wenn man für Big Data ist, die Sache aber nicht so läuft, muss man etwas machen. Und das hat Teradata getan. Das Unternehmen hat das Tool „Kylo“ veröffentlicht, das die Nutzung und die Administration von Data Lakes vereinfacht. Und zwar gleich als Open Source – das beste Mittel, um Schwung in eine Sache zu bringen.

Kylo ist eine Software, welche es nach Darstellung von Teradata deutlich einfacher macht, Data Lakes anzulegen, zu administrieren und nutzbar zu machen. Mit ihr lassen sich Daten-Pipelines erstellen und Routineaufgaben bei der Datenverwaltung erledigen. Kylo-Anwender müssen keinen Programmcode schreiben, sondern können über eine intuitive Self-Service-Oberfläche die Datenaufnahme und -aufbereitung in die Wege leiten. Hier gibt es ferner Vorlagen für diverse Anwendungen.

Analyst: Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten

Das könnte ein wesentliches Problem mit großen Datenmengen zumindest ein Grenzen halten. Nik Rouda, Senior Analyst bei der Enterprise Strategy Group (ESG), beschreibt es so: „Unseren Umfragen zufolge haben 28 Prozent der Unternehmen noch immer Schwierigkeiten, genug Expertise für Business Intelligence und Analytics zu finden – von Kompetenz für Big Data und Open Source-Lösungen ganz zu schweigen. 77 Prozent der Befragten glauben, dass neue Big Data-Initiativen erst nach sieben Monaten bis drei Jahren Wert für das Unternehmen zu erzeugen.“

Teradata hat Kylo als Open Source veröffentlicht, unter einer Apache-2.0-Lizenz. Nach Angaben von Teradata ist es das erste Open-Source-Programm für das Management von Data Lakes überhaupt. ESG-Anlyst Rouda lobt diesen Schritt als „vorbildlich“ und „einen bedeutsamen und innovativen Beitrag“. Teradata ist schon länger an Open-Source-Projekten beteiligt, beispielsweise bei Presto und Covalent, hat das aber noch nicht an die große Glocke gehängt.

Wenn's ernst wird: Open Source

Mit Kylo als Open Source dürfte Teradata hoffen, dass sich mehr Verbündete zur Bekämpfung von Schwierigkeiten im Big-Data-Umfeld finden lassen. Das Business-Modell um das Produkt ist schon ganz „Open-Source-like“: Die Grundlagen von Kylo stammen von der Teradata-Tochter Think Big. Die bietet nun Support, Trainings, Unterstützung bei der Implementierung und Managed Services an.

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