Linux für SAP-Anwendungen

Suse optimiert Linux Enterprise Server für SAP HANA

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Nico Litzel

Suse bringt erstes SP seiner SAP-optimierten Linux-Variante
Suse bringt erstes SP seiner SAP-optimierten Linux-Variante (Bild: Suse)

Suse hat eine aktualisierte Version des „Suse Linux Enterprise Server for SAP Applications“ veröffentlicht. Das jüngste Release setzt auf Suse Linux Enterprise (SLE) 12 SP1 auf und enthält viele Neuerungen, etwa Verbesserungen bei den Hochverfügbarkeitsfunktionen und weitere Optimierungen für SAP HANA.

Suse Linux Enterprise Server für SAP Applications ist laut Suse das empfohlene Betriebssystem für SAP HANA und fungiert zudem als Linux-Entwicklungsplattform von SAP.

SAP und Suse arbeiten im SAP Linux Lab in Walldorf bei Tests und der Entwicklung eng zusammen. So gibt es laut Auskunft beider Unternehmen derzeit keine bessere Wahl für SAP-Workloads auf Linux. Mit der überarbeiteten Version seiner SAP-optimierten Variante von SLE eröffnen sich laut Suse neue Einsatzmöglichkeiten für auf SAP basierende Lösungen auf Basis von x86-Hardware.

HANA-Hochverfügbarkeit

Suse Linux Enterprise Server für SAP Applications 12 SP1 enthält wie der Vorgänger Suses Hochverfügbarkeitstechnologie Suse Linux Enterprise High Availability Extension. Die jetzt auf SLE 12 SP1 beruhende Version bietet zudem verbesserte Ausfallsicherheit dank der erweiterten Hochverfügbarkeit für SAP HANA.

Suse macht HANA-Cluster hochverfügbar
Suse macht HANA-Cluster hochverfügbar (Bild: Suse)

So arbeiten SUSE und SAP seit 2011 zusammen daran, die Skalierbarkeit und Hochverfügbarkeit von SAP HANA zu verbessern, sodass Kunden ihre Implementierungen für mehrere Knoten oder ganze Big-Data-Umgebungen erhöhen können.

Zur Gewährleistung der Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery kann SAP HANA jedes HANA-System innerhalb desselben Data Center oder über zwei Data Center hinweg replizieren. Die Funktion heißt „SAP HANA-Systemreproduktion“. Suse unterstützt die Funktion durch die Bereitstellung von zwei Ressourcenagenten für Kunden, um die Hochverfügbarkeit von SAP-HANA-Systemreproduktionen zu gewährleisten.

Darüber hinaus steht allen Kunden, die SAP-Workloads von Unix oder einer anderen Linux Distribution zu SLE übertragen, ebenfalls die verbesserte Hochverfügbarkeitsschnittstelle zur Verfügung. Das entsprechende Interface soll nach Aussage von Suse das Einrichten und Verwalten von Hochverfügbarkeits-Clustern für SAP Anwendungen erleichtern und bietet Support für weitere automatisierte Systemreplikationsszenarien für SAP HANA.

Verbesserte Disaster Recovery Features

Darüber hinaus verbessern die Disaster-Recovery-Funktionen für auf Suse Linux basierende SAP-Lösungen generell die Business Continuity. Ferner nutzt Suse Linux Enterprise Server 12 for SAP Applications die Vorteile des Hardware-Enablement-Features von Suse Linux Enterprise Server 12. Nutzer können so ihre SAP-Lösungen auf stets neuester Hardware ausführen.

Zudem sollen sich auch durch unbeabsichtigte Updates oder unerwartete Anwendungsprobleme bedingte Ausfallzeiten reduzieren, da Service Packs nun in vollständige System Rollbacks eingebunden sind. Schließlich bringt Suse Linux Enterprise Server for SAP Applications 12 SP1 erweiterte Werkzeuge (z. B. Suse Manager) mit, welche täglich anfallenden Aufgaben automatisieren. Diese umfassen unter anderem die Einstellungen für SAP-Anwendungen, welche manuelle Tätigkeiten reduzieren sollen.

Suse Linux Enterprise Server for SAP Applications ist ab sofort verfügbar. Das Produkt enthält Priority-Support für Enterprise-Kunden und deckt eine 18-monatige Übergangsperiode mit vollem Support ab, sobald ein neues Service Pack veröffentlicht wird.

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