Dashboards mit verschiedenen Datenquellen erstellen

So verwenden Sie Google Data Studio zur Datenvisualisierung

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Nico Litzel

Google Data Studio erweitert die Möglichkeiten von Google Analytics.
Google Data Studio erweitert die Möglichkeiten von Google Analytics. (Bild: T. Joos)

Google bietet mit seinem neuen Data Studio ein Webtool an, das verschiedene Datenquellen anbinden kann, um Berichte zu erstellen und Daten zu visualisieren.

Google Data Studio erweitert Google Analytics um die Möglichkeit, Daten zu visualisieren. Im Gegensatz zu Google Analytics kann Google Data Studio weit mehr benutzerdefinierte Berichte und Dashboards erstellen. Dazu kommt, dass Google Analytics vor allem an versierte Anwender gerichtet ist, die sich mit der IT auskennen. Hier bietet Google Data Studio eine wesentlich einfachere Bedienung.

Google Data Studio ist Bestandteil der Google Analytics 360 Suite, die umfangreiche Werkzeuge zur Analyse bereitstellt.

Mit Google Data Studio visualisieren

Über Dashboards lassen sich Berichte erstellen und Daten visualisieren.
Über Dashboards lassen sich Berichte erstellen und Daten visualisieren. (Bild: T. Joos)

Google Data Studio kann Daten aus den angebundenen Quellen optimal visualisieren und bietet dazu auch deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten. Durch die Erstellung von interaktiven Dashboards können Anwender wesentlich einfacher visualisierte Berichte erstellen als mit Google Analytics. Für das Webtool wird keine lokale Anwendung benötigt. Alles was dazu notwendig ist, lässt sich über das Web starten. Der Zugriff erfolgt über einen Browser, die Datenquellen werden direkt über Google Data Studio angebunden.

Anbinden verschiedener Datenquellen

An Google Data Studio lassen sich verschiedene Datenquellen anbinden.
An Google Data Studio lassen sich verschiedene Datenquellen anbinden. (Bild: T. Joos)

Google Data Studio kann Daten aus verschiedenen Quellen zu Berichten zusammenführen. Dadurch können in die Berichte nicht nur Daten aus Google Analytics einfließen, sondern zahlreiche weitere Datenquellen. Die Datenquellen werden als Connectoren in die Berichte eingebunden. Aktuell unterstützt Google Data Studio folgende Datenquellen:

  • Dateien mit den zu analysierenden Daten aus Google Cloud Storage
  • Google AdWords
  • Attribution 360
  • BigQuery
  • Cloud SQL
  • DCM
  • Google Analytics
  • Google Tabellen
  • MySQL
  • PostgreSQL
  • Search Console
  • YouTube Analytics

Google will ständig weitere Connectoren integrieren, damit Anwender alle notwendigen Datenquellen anbinden können. Tabellen unterstützen in Google Data Studio eigene Metriken und Dimensionen.

Visualisieren auf Basis der Daten

Nachdem ein Bericht erstellt und die Datenquelle ausgewählt wurde, können Anwender die einzelnen Objekte im Bericht anpassen.
Nachdem ein Bericht erstellt und die Datenquelle ausgewählt wurde, können Anwender die einzelnen Objekte im Bericht anpassen. (Bild: T. Joos)

Sobald ein Connector eingerichtet ist, können die Daten der entsprechenden Quelle in Echtzeit in den Berichten verwendet werden. Dazu stehen auch verschiedene Filter zur Verfügung. Diese lassen sich auch simultan anwenden. Auch Zeiträume zum Auslesen der Daten können so festgelegt werden. Im Dashboard lassen sich die verschiedenen Datenquellen miteinander mischen und verschiedene Berichte erstellen. Die Aktualisierung der Daten erfolgt automatisiert, sodass Anwender immer die neusten Zahlen erhalten, wenn sie einen Bericht aufrufen. Dashboards können sich über mehrere Seiten erstrecken. Auch das Hinzufügen eigener Grafiken, Bilder und Texte ist möglich. Die Erstellung ist also sehr flexibel und bietet viele Möglichkeiten. Auch das Konfigurieren eines eigenen Corporate Designs ist möglich.

Teamarbeit mit Google Data Studio

Dashboards und Berichte lassen sich über Assistenten schnell und einfach freigeben.
Dashboards und Berichte lassen sich über Assistenten schnell und einfach freigeben. (Bild: T. Joos)

Die Dashboards in Google Data Studio lassen sich von mehreren Anwendern verwenden. Dazu kann das Dashboard vom Ersteller freigegeben werden. Die Rechte der Benutzer lassen sich einschränken, sodass diese zwar die Zeiten und Filter ändern können, aber keine Anpassungen am Dashboard vornehmen dürfen oder Einstellungen an den Datenquellen ändern. Natürlich können nahezu beliebig viele Widgets an das Dashboard angebunden werden. Die Benutzer können die Widgets und die Daten der dahinterstehenden Datenquelle problemlos nutzen, auch im Team.

Erste Schritte mit Google Data Studio

Um mit Google Data Studio zu arbeiten, besteht der erste Schritt darin, sich auf der Webseite zu authentifizieren. Dazu ist ein Google-Konto notwendig, das allerdings auch kostenlos gebucht werden kann. Nach dem Aufrufen erscheint die Seite zum Anpassen des ersten Dashboards. Hier sind auch einige Beispiel-Berichte zu sehen. Als Speicherplatz für Google Data Studio dient Google Drive. Die Verwendung muss im Rahmen der Erstellung der Berichte freigegeben werden.

Auf der linken Seite kann mit „Datenquellen“ ein erster Connector ausgewählt werden, um sich mit der gewünschten Datenquelle zu verbinden. Über den Menüpunkt „Berichte“ werden wiederum die Reports konfiguriert, welche die Daten aus den angebundenen Quellen nutzen. Die Beispielberichte dienen auch zur Einarbeitung zum Produkt.

Sobald ein neuer Bericht erstellt wird, lässt sich die Datenquelle auswählen, aus der die Daten für den Bericht stammen sollen. Im Fenster zum Auswählen der Datenquelle können auch neue Datenquellen angebunden werden. Sobald die Datenquelle eingelesen ist, erscheint das Fenster zur Bearbeitung des Berichtes.

Auf der rechten Seite können die Daten der einzelnen Objekte, zum Beispiel Diagramme oder Tabellen angepasst werden. Für die Anpassung ist kein kompliziertes Wissen in der IT notwendig, aber Kenntnisse über die Datenquellen, deren Aufbau, und die Erstellung von Berichten.

Fazit

Google Data Studio ist ein ideales Reporting Tool für Anwender, die Berichte auf Basis verschiedener Datenquellen erstellen wollen. Durch die Flexibilität und die Möglichkeit, verschiedene Datenquellen anzubinden, kann Google Data Studio ein wertvolles Hilfsmittel dafür sein, Berichte zu erstellen. Die Bedienung ist nicht sehr kompliziert, bietet aber alle Notwendigkeiten, die ein Reporting Tool benötigt. Durch das Teilen von Berichten können versiertere Anwender umfassende Dashboards erstellen, während Analysten nur noch die Berichte auswerten müssen. Da die Nutzung aktuell kostenlos ist, sollten sich Anwender einen Blick verschaffen, welche Möglichkeiten Google Data Studio bietet. Wer bereits jetzt mit Google Analytics arbeitet, findet mit Google Data Tools eine wertvolle Erweiterung, auch wenn keine weiteren Datenquellen analysiert werden sollen.

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