Industrie 4.0

Giesecke & Devrient will mit Sicherheit für vernetzte Maschinen wachsen

| Autor / Redakteur: Franz Graser / Peter Schmitz

Ziel des Verbundprojekts ALESSIO, an dem auch Giesecke & Devrient beteiligt ist, sind updatefähige Sicherheitsmechanismen für Industrie 4.0 und langlebige vernetzte Geräte zu erforschen und zu bewerten.
Ziel des Verbundprojekts ALESSIO, an dem auch Giesecke & Devrient beteiligt ist, sind updatefähige Sicherheitsmechanismen für Industrie 4.0 und langlebige vernetzte Geräte zu erforschen und zu bewerten. (Bild: Alessio/Infineon)

Der Münchner Sicherheitstechnik-Spezialist Giesecke & Devrient hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzrekord von 2,1 Milliarden Euro erreicht. In Zukunft will das Unternehmen insbesondere sein Geschäft mit der Cybersicherheit deutlich ausbauen.

Wie der Konzern in München ankündigte, plant Giesecke & Devrient die Entwicklung von Produkten, die es erlauben, Cyberangriffe auf vernetzte Maschinen abzuwehren. Vorstandschef Ralf Wintergerst sagte: „Wir wollen unsere globale Marktposition als führender Anbieter von Sicherheitstechnologien gezielt ausbauen.“

Dazu beteiligen sich die Münchner unter anderem an dem Verbundprojekt ALESSIO, das sich zum Ziel gesetzt hat, update-fähige Sicherheitslösungen für eingebettete Systeme zu entwickeln. Spezielle Hardware soll hier quasi als besonders geschützter Bereich dienen, in dem Daten und Sicherheitsschlüssel abgelegt werden können. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Software, die von vornherein so konzipiert werden soll, dass sie im Lauf des Gerätelebens aktualisiert werden kann.

Vernetzte Maschinen und Geräte durch updatefähige Lösungen schützen

ALESSIO-Projekt

Vernetzte Maschinen und Geräte durch updatefähige Lösungen schützen

16.03.17 - Ob Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Smart-Home-Lösungen – vernetzte Maschinen und langlebige Geräte erfordern updatefähige Sicherheitsmechanismen. Diese zu erforschen und zu bewerten ist Ziel des Verbundprojekts ALESSIO. lesen

Das Projekt verfolgt zwei Ansätze: Einmal den Einsatz eines klassischen Chips als Sicherheitselement, dessen Software aktualisiert werden kann. Der zweite Ansatz sieht ein Sicherheitselement vor, das mit Hilfe programmierbarer logischer Schaltungen (FPGA) realisiert wird. Im Laufe der nächsten drei Jahre sollen drei praxistaugliche Prototypen entwickelt werden, die die Umsetzbarkeit dieser Lösungen demonstrieren.

An dem Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 3,9 Millionen Euro gefördert wird, sind auch Infineon, Siemens, das Fraunhofer AISEC, die TU München und Wibu-Systems beteiligt.

Größtes Geschäftsfeld der Münchner ist zwar immer noch das Drucken von Geldscheinen, aber das Segment der Chipkarten und der Sicherheitstechnologie bildet bereits das zweite Standbein. Der Münchner Konzern sieht in diesem Bereich gute Wachstumschancen, da die Zahl der vernetzten Maschinen in den kommenden Jahren rasant ansteigen wird.

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