Sensorik

Fünf Produktneuheiten zur Sensorik

| Autor / Redakteur: Gudrun Zehrer / Nico Litzel

Die Digitalisierung und der Trend zu individualisierten Produkten erfordern auch in der Teileinspektion flexible und möglichst automatisierte Lösungen. Die PosCon Lichtschnittsensoren sind smarte Profilsensoren mit vorkonfigurierten Messmodi. Sie ermöglichen nicht nur die Vermessung von Formteilen oder die Positionierung von Werkzeugen oder Robotern, sondern auch die Realisierung von Check & Sort-Funktionalität auf Basis von Schwellwertvergleichen.
Die Digitalisierung und der Trend zu individualisierten Produkten erfordern auch in der Teileinspektion flexible und möglichst automatisierte Lösungen. Die PosCon Lichtschnittsensoren sind smarte Profilsensoren mit vorkonfigurierten Messmodi. Sie ermöglichen nicht nur die Vermessung von Formteilen oder die Positionierung von Werkzeugen oder Robotern, sondern auch die Realisierung von Check & Sort-Funktionalität auf Basis von Schwellwertvergleichen. (Bild: Baumer)

Fünf aktuelle Produkte aus der Sensorik stellen wir vor: Lichtschnittsensoren zur Teileinspektion, einen Laser-Triangulations-Wegsensor, Durchflusssensoren mit IO-Link, induktive Wegaufnehmer sowie einen aus Hard- und Software bestehenden Technologie-Stack, mit dem sich ein konventioneller zum intelligenten Sensor weiterentwickeln lässt.

Lichtschnittsensoren zur Teileinspektion

Wenn es in der Teileinspektion darum geht zu überprüfen, ob gewisse Produktionsparameter innerhalb vorgegebener Grenzwerte liegen, bietet Baumer PosCon -Lichtschnittsensoren an. Das sind smarte, vorkonfigurierte Profilsensoren, die speziell auf Anwendungen wie die Vermessung von Objektkanten, Breiten, Höhen oder runder Objekte zugeschnitten sind. PosCon Sensoren liefern Messergebnisse für eine direkte Auswertung, ohne komplexe Datenwolken oder externe Auswertungssoftware.

Sie funktionieren ohne Reflektor und lassen sich aufgrund sichtbarer Laserline und der optisch ausgerichteten Achse schnell in Betrieb nehmen. Nach der Installation müssen aufgrund der vordefinierten Messfunktionen nur noch wenige Parameter eingestellt werden, um präzise Messergebnisse zu erzielen. Die Sensoren geben die Messwerte direkt in Millimeter aus. Sie können sofort in der Steuerung weiterverarbeitet werden. Die Einsatzbereiche liegen heute schwerpunktmässig im Automotivebereich sowie der Metall- und Plastikverarbeitenden Industrie. Darüber hinaus sind die PosCon Sensoren mit Check & Sort Applikationen auch in der Verpackungs- und Pharmaindustrie einsetzbar.

Kompakter Laser-Sensor mit 500 mm Messbereich

Der Laser-Triangulations-Wegsensor optoNCDT von Micro-Epsilon 1420 ist jetzt auch mit 500 mm Messbereich erhältlich. Damit ist er nach Firmenangaben der kleinste Laser-Sensor auf dem Markt, der diesen Messbereich bei gleichzeitig hoher Messgenauigkeit bietet. Eingesetzt wird der smarte Laser-Sensor in der Logistik, der Lagerautomation oder der Robotik. Die Messgenauigkeit und Messrate ermöglichen dynamische Weg-, Abstands- und Positionsmessungen mit bis zu 4 kHz.

Die Laser-Sensoren messen berührungslos und verschleißfrei Weg, Abstand und Position. Sie zeichnen sich außerdem durch ihr Webinterface und ihre einfache Bedienung aus. Per Quality-Slider lässt sich die Messaufgabe auswählen. Eine zusätzliche Optimierung wird durch die Anzeige des Videosignals, der Auswahl des Signalpeaks und einer individuell einstellbaren Signalmittelung möglich. Über die ROI-Funktion (Region of Interest) können beispielsweise Störsignale im Hintergrund ausgeblendet werden.

Durchflusssensoren jetzt mit IO-Link

IFM Electronic hat seine magnetisch-induktiven Sensoren (MID) der Produktfamilie SM6000, SM7000 sowie SM8000 nun mit IO-Link 1.1 ausgestattet. Hohe Genauigkeit, Messdynamik sowie Reproduzierbarkeit zeichnen die Geräte aus. Sie sind für leitfähige Medien ab 20 µS/cm geeignet und besitzen eine Totalisatorfunktion. Gut ablesbar ist zudem die 4-stellige alphanumerische LED-Anzeige. Der magnetisch-induktive Durchflusssensor arbeitet nach dem Faraday'schen Induktionsprinzip. Leitfähige Medien fließen in einem Magnetfeld durch ein Rohr.

Die dabei erzeugte Spannung ist proportional zur Geschwindigkeit bzw. der Durchflussmenge. Über Elektroden wird diese Spannung abgegriffen und in einer Auswerteelektronik aufbereitet. Neben Flüssigkeiten bis 900 l/min messen die Geräte Temperaturen von -10 bis 70 °C. Ferner spart die integrierte Temperaturüberwachung eine zusätzliche Messstelle. Das robuste, kompakte Gehäuse, der Einsatz beständiger Materialien sowie die Druckfestigkeit bis 16 bar erlauben den flexiblen Einsatz.

Induktive Wegaufnehmer bis 360 mm in 2-Leitertechnik und Live Zero

Die induktiven Wegaufnehmer SM263/283 von A.B. Jödden sind für Messwege bis 360 mm ausgelegt. Ein integrierter Microcontroller wertet die axiale Verschiebung des Mu-Metallkerns aus. Die komplette Elektronik, die ein wegproportionales Ausgangssignal liefert, ist im Gehäuse eingebaut. Die geringe Stromaufnahme ermöglicht die Ausführung des Sensors in 2-Leiter-Technik mit einem Ausgangssignal von 4 bis 20 mA, das von vielen Steuerungen und Anzeigeeinheiten direkt verarbeitet werden kann.

Der endliche Wert (<4 mA) ermöglicht es, den Sensor ohne externe, zusätzliche Energiezuführung permanent zu versorgen. Auf diesem Weg kann damit auch eine interne Überwachung wie ein Sensordefekt oder Leitungsbruch erfolgen. Das Signal Live Zero („Lebender Nullpunkt”) ist typisch für 2-Leitersensoren mit hoher Verfügbarkeitskontrolle. Für die Fehlersuche ist die Live-Zero-Beschaltung vorteilhaft, weil der Signalverlauf mit einem Multimeter über die gesamte Übertragungsstrecke auswertbar ist.

Technologie-Stack für intelligente Sensoren

Mit dem Technologie-Stack Thinglyfied 2 von SSV Software lässt sich ein konventioneller Sensor zum intelligenten Sensor weiterentwickeln. Der aus Hard- und Software bestehenden Technologie-Stack ist als Basis für hochintelligente Sensoren vorgesehen. Neben den CAD-Daten für ein Embedded-Modul mit Betriebssystem und Web- bzw. NFC-basierter Konfigurationsschnittstelle steht eine Connectivity-Software-Suite mit zahlreichen Automatisierungs-, IoT-, Industrie-4.0- sowie Security-Protokollen zur Verfügung. In Thinglyfied 2 sind darüber hinaus verschiedene Statistik-Softwarekomponenten zur Häufigkeitsverteilungsanalyse von Messdaten oder für eine Echtzeit-Regressionsanalyse mit permanenter Vorhersage zur weiteren Entwicklung einer abhängigen Variablen enthalten.

Weitere Datenanalysemodule ermöglichen Sensorprodukteigenschaften bis hin zur Embedded-KI. Die plattformunabhängigen Softwarebausteine lassen sich mit Hilfe eines Embedded-Micro-Gateways direkt in einen Sensor integrieren oder in einer Cloud ausführen. Das Ergebnis ist ein intelligenter Sensor, der auf Grundlage interner Datenmodelle eigene Entscheidungen treffen kann, um z.B. Betriebsmittel oder Ersatzteile nachzubestellen, selbstständig einen Servicetechniker anzufordern bzw. ein Transportband oder die Druckluftzufuhr in einer Fertigung zu stoppen, bevor ein größerer Schaden eintritt.

Der Beitrag stammt von unserem Partnerportal Elektrotechnik.

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