Cisco nennt Details zu Technologietrend

„Fog Computing“ macht das Internet of Everything möglich

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Kay Wintrich, Technical Director von Cisco Deutschland.
Kay Wintrich, Technical Director von Cisco Deutschland. (Cisco)

Im Rahmen der Cisco Connect 2014 hat Cisco weitere Einzelheiten zum Trendthema „Fog Computing“ genannt. Das Verfahren soll unter anderem Übertragungswege entlasten und die Cloud bei Echtzeitanwendungen ergänzen.

Während die Cloud für große, zentralistische Rechenzentren steht, bezeichnet „Fog“ verteilte Mikro-Recheneinheiten in der Nähe von Endgeräten. Cisco hat nun einige Details zum Trend „Fog Computing“ genannt: „Fog Computing bringt Analyse-, Verarbeitungs- und Speicherfunktionen an den Rand des Netzwerks“, erklärt Kay Wintrich, Technical Director von Cisco Deutschland. Im „Fog“ werde die Datenmenge auf wirklich wichtige Informationen reduziert. Das führe zu entlasteten Übertragungswegen, eingespartem Cloud-Speicherplatz sowie höherer Datensicherheit und Servicequalität. Steuerbefehle auf Basis der Datenanalyse lassen sich in Echtzeit absetzen. „Im Internet of Everything, in einer komplett vernetzten Welt, ist das die einzige Möglichkeit, mit der großen Menge an anfallenden Daten umgehen zu können“, verdeutlicht Wintrich.

Schnelle Entscheidungen

Beim „Fog Computing“ werden übergreifende Auswertungen von Daten aus mehreren Informationsquellen in der Cloud durchgeführt. Lokale Entscheidungen werden dagegen am Rand des Netzwerks getroffen, da dies im Vergleich zur Abwicklung über entfernte Rechenzentren mit aggregierten Informationen deutlich effizienter und schneller abläuft. Als mögliche Einsatzszenarien nennt Cisco beispielsweise die intelligente Verkehrssteuerung mithilfe von Videokameras. Diese können etwa Einsatzfahrzeuge am Blaulicht erkennen und eine grüne Welle schalten. Analyse und Reaktion geschehen vor Ort, die vorherige Datenübermittlung an ein Rechenzentrum wird unnötig.

„Fog“ in Netzwerkgeräten

Cisco gestattet für „Fog Computing“ die Installation eines weiteren Betriebssystems auf Netzwerkgeräten. Das hauseigene IOS regelt weiterhin die primären Funktionen des Geräts wie beispielsweise Switching und Routing. Parallel dazu gestattet das zweite Betriebssystem die Installation selbstentwickelter Anwendungen, die sich über einen App-Store auch kommerziell anbieten lassen.

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