Veritas Data Genomics Index

Erster Echtzeit-Einblick in die Datenhaltung von Unternehmen

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Nico Litzel

41 Prozent der Daten in Unternehmen sind veraltet und könnten gelöscht, migriert oder archiviert werden.
41 Prozent der Daten in Unternehmen sind veraltet und könnten gelöscht, migriert oder archiviert werden. (Bild: Veritas)

41 Prozent der Daten in Unternehmen sind veraltet. Zu diesem Ergebnis kommt der „Veritas Data Genomics Index“, eine Analyse des auf Informationsmanagement spezialisierten Unternehmens Veritas.

Die weltweit erste Analyse dieser Art, der sogenannte „Data Genomics Index“ von Veritas Technologies liefert eine Darstellung, wie sich die Daten in Unternehmen weltweit im Detail zusammensetzen. Er stellt nach Aussage von Veritas den ersten Schritt dar, den Datenbestand in Unternehmen zu indexieren und die gespeicherte Quantität an Daten messbar zu machen. So kann der Index auch nachfolgenden Studien als Vergleichsbasis dienen.

40 Prozent der Daten im Unternehmen sind „Cold-Data“

So offenbaren die Echtzeit-Einblicke von Veritas unter anderem, dass im weltweiten Mittel der untersuchten Unternehmen über 40 Prozent der Dateien den vergangenen drei Jahren nicht angefasst wurden. Mit Erkenntnissen dieser Art könnten Unternehmen z. B. in beträchtlichen Umfängen Kosten einsparen, indem sie entsprechende Korrekturmechanismen implementierten.

So nehmen etwa traditionelle Office-Formate wie Präsentationen, Tabellenkalkulationen und Dokumente aufgrund ihres Alters mehr Platz ein, als sie dem aktuellen Stand der Technik nach eigentlich benötigen. Zudem belasten visuelle Formate wie Videos und Bilder Unternehmen. Daher sollten deren Fokus darauf liegen, Daten solcher Art auf preiswerten Archivspeicher zu archivieren, sie zu löschen oder diese Daten zu migrieren. Ein Archivierungsprojekt, das sich ausschließlich auf veraltete Daten bezieht, ermöglicht im Mittel der untersuchten Unternehmen Einsparungen von jährlich bis zu zwei Millionen US-Dollar.

Das Gros sind Entwicklerdaten

Der Index zeigt unter anderem auch, dass Bilder, Entwicklerdateien und komprimierte Dateien ein Drittel des gesamten Umfangs ausmachen, wobei Dateien von Entwicklern alleine mit rund 20 Prozent der Gesamtmenge den Datenbestand dominieren. Zudem habe sich der Anteil von Präsentationen im Vergleich zu anderen Dateitypen in den letzten Jahren um 500 Prozent reduziert.

Die meisten Daten werden im Herbst erstellt

Was das Erstellen neuer Dateien betrifft, so dominiert der Herbst. Hier werden 91 Prozent mehr Textdateien, 48 Prozent mehr Tabellen und 89 Prozent mehr Systemdateien für Speicherorte und Informationen produziert als zu den anderen Jahreszeiten. Dafür produzieren Unternehmen im Sommer und Herbst die meisten Videodateien, deren Anzahl hier 68 Prozent höher ist als im Frühjahr und Winter.

Verwaiste Daten problematisch

Verwaiste Daten, also solche, deren aktueller „Eigentümer“ das Unternehmen verlassen oder der seine Rolle im Unternehmen gewechselt hat, produzieren unnötige Kosten, denn nicht mehr benötigte Bilder, Videos oder Präsentationen haben einen großen Anteil am genutzten Speicherplatz.

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