Ein Ausblick auf 2015 von Aaron Auld, Exasol AG

Big Data – was kommt nach dem Hype?

| Autor / Redakteur: Aaron Auld / Nico Litzel

Der Autor: Aaron Auld ist CEO der Exasol AG
Der Autor: Aaron Auld ist CEO der Exasol AG (Bild: Exasol AG)

Seit 2012 ist Big Data DAS Hype-Thema der IT. Deutsche Unternehmen beschäftigen sich intensiv mit der Thematik, investieren in IT und realisieren bereits Projekte. Die Herausforderung bleibt aber nach wie vor das „Warum“ – wo genau liegt das individuelle Potenzial – und das „Wie“ – was lässt sich mit bestehender Infrastruktur bewerkstelligen und welche Investitionen sind sinnvoll?

Big Data ist definitiv in Deutschland angekommen. Der Branchenverband BITKOM hatte Anfang des Jahres allein für das Segment Big Data IT – Hardware, Software und IT-Services – für 2014 ein Investitionsvolumen von 851 Millionen Euro errechnen lassen. Alles scheint auf dem richtigen Weg. Demgegenüber steht allerdings eine Gartner-Prognose, dass bis 2015 nicht einmal ein Fünftel der Fortune-500-Unternehmen in der Lage sein werden, Big Data tatsächlich für das Business zu nutzen – eine Aussage, die sicherlich auch auf deutsche Unternehmen übertragbar ist.

Wirtschaftlichkeit und Performance bestimmen über Wohl und Wehe

Die Investitionsbereitschaft deutscher Unternehmen ist zwar definitiv gegeben. Nichtsdestotrotz sind IT-Budgets nach wie vor unter Druck. CIOs müssen eine Vielzahl von Herausforderungen bewältigen, von denen Big Data nur eine von vielen ist. Bei der Auswahl von IT-Lösungen wird deshalb 2015 noch viel stärker das Thema Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen, bei gleichzeitig hohen Anforderungen an die Performance. Angesichts einer Verdopplung der produzierten Datenmengen innerhalb von durchschnittlich 18 bis 24 Monaten müssen Unternehmen zukunftssicher mit überschaubaren Gesamtbetriebskosten (TCO) investieren.

Deshalb sind vor allem Lösungen interessant, die große Datenmengen schnell verarbeiten und nahezu in Echtzeit analysieren können und die mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis IT-Budgets nicht zusätzlich belasten. Vor allem Hadoop kommt hier eine zentrale Rolle zu. Die Open-Source-Plattform hat sich bereits als Grundlage einer hoch skalierbaren und gleichzeitig wirtschaftlichen Datenarchitektur etabliert und wird Big Data 2015 dank des immer größer werdenden Ökosystems und der deshalb schnellen Entwicklungszeit noch weiter voranbringen.

In-Memory-Technologien legen zu

Darüber hinaus werden immer mehr In-Memory-Technologien zum Einsatz kommen. Bislang war das eher eine Nischentechnologie, aber allein die schiere Datenmenge in Unternehmen und die Notwendigkeit von Analysen in nahezu Echtzeit in gewissen Szenarien machen In-Memory-Technologien hochinteressant. So hat EXASolution, die relationale In-Memory-Datenbank von Exasol, beim aktuellen TPC-H Benchmark bewiesen, dass Realtime-Analytics für extrem große Datenmengen zu geringen TCO realisierbar sind. Exasol war auf einem Dell-Server-System im Leistungsvergleich bei 100 Terabyte 140-mal schneller als der Wettbewerb. Betrachtet man den Kostenfaktor in dieser sehr theoretischen Testsituation war Exasol im Vergleich zum Nächstplatzierten 67 Prozent günstiger.

Ein In-Memory Datenbanksystem für lau

Eine freie Version von Exa-Solution zum Download

Ein In-Memory Datenbanksystem für lau

17.09.14 - Exasol, Anbieter von analytischen In-Memory Datenbanksystemen, stellt eine Version von „Exa-Solution“ zum kostenfreien Download bereit. Das Ein-Knoten-System ermöglicht es, damit zu arbeiten und die Geschwindigkeit eines In-Memory-Systems zu erleben. lesen

Big Data wird 2015 zum Thema für den deutschen Mittelstand

Mit immer wirtschaftlicheren technologischen Optionen wird Big Data mit Sicherheit im kommenden Jahr mehr und mehr auch im deutschen Mittelstand in die Praxis umgesetzt werden. Bislang waren gerade bei mittelständischen Unternehmen Vorbehalte ob der Komplexität von Big Data und der dazu erforderlichen Systemergänzungen oft größer als die tatsächliche Aussicht auf Unternehmensvorteile. Zunehmend zwingen aber Themen wie Mobility, Self Service BI, Self Service CRM oder Industrie 4.0 Mittelständler, Big Data in die Unternehmensstrategie zu integrieren.

Vor allem der starken Automobilzulieferindustrie in Deutschland wird hier eine gewichtige Rolle zufallen. Auch gerade in der Start-up-Szene ist ein großer Hunger nach Big Data und eine starke Innovationskraft zu verzeichnen. So arbeitet Exasol beispielsweise mit Start-ups wie Sensalytics zusammen, die Software zur Kundenzählung und Ladenbereich-Analyse für den stationären Handel anbieten. Dabei werden mithilfe von Sensoren Kunden gezählt, Kunden-Hotspots in einem Ladengeschäft erkannt oder das Kaufverhalten völlig anonymisiert erfasst. Die zugehörige SaaS-Lösung analysiert auf Basis von EXASolution diese Daten innerhalb kürzester Zeit, sodass Ladengeschäfte in Echtzeit auf Kundenbewegungen reagieren können. Für den stationären Handel bedeutet das wichtige Unterstützung gegenüber der Konkurrenz e-Commerce.

Die Beratungsqualität entscheidet

Doch Technik alleine reicht nicht, um das Potenzial von Big Data zu erschließen. Es kommt nicht darauf an, immer mehr Daten zu sammeln und sie in Echtzeit analysieren zu können. Sonst führt Big Data ganz schnell zu einem Information Overload – relevante Daten gehen während des Analyseprozesses verloren, die Ergebnismengen sind zu groß und liefern keine verlässliche Grundlage für businesskritische Entscheidungen. Die enge Verzahnung von analytischem Wissen, Know-how der Fachbereiche und der IT ist der Schlüssel zum Erfolg.

Solche Experten im Unternehmen – Data Scientists – sind immer noch Mangelware. Deshalb ist oftmals die größte Hürde auf dem Weg hin zu Big Data das fehlende Vorstellungsvermögen im Unternehmen, welche Anwendungsszenarien überhaupt Sinn machen. 2015 werden mehr denn je die Technologieanbieter gefordert sein, ihren Kunden den individuellen Nutzwert von Big Data sinnhaft näher zu bringen – als verlässlicher Partner mit hoher Beratungsqualität.

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