Studie von LinkedIn und Bitkom Research

Big Data verändert Personalwesen

| Autor / Redakteur: Tanja Palesch / Nico Litzel

Laut einer Studie des BITKOM und LikedIn verhindern datenschutzrechtliche Bestimmungen noch den Einsatz von Big Data im Personalwesen.
Laut einer Studie des BITKOM und LikedIn verhindern datenschutzrechtliche Bestimmungen noch den Einsatz von Big Data im Personalwesen. (LinkedIn)

Laut einer Studie von LinkedIn und Bitkom Research könnte Big Data in Zukunft einen großen Einfluss auf das Personalwesen haben. Hürden stellen der Datenschutz und Sicherheitsbedenken dar.

In der Studie wurden über 400 Personalverantwortliche zu Chancen, Problemen und aktuellen Einsatzszenarios von Big Data in ihrem Unternehmensbereich gefragt. Die Antworten lassen gravierende Änderungen im Personalwesen durch Big Data erwarten: 36 Prozent beschäftigen sich bereits mit dem Einsatz entsprechender Lösungen im Personalmanagement und neun Prozent arbeiten bereits mit Big-Data-Technologien, hauptsächlich zur Verbesserung der internen Kommunikation und für das Employer Branding.

Potenzial noch nicht ausgeschöpft

In anderen Kernbereichen des Personalwesens bleiben die Unternehmen noch hinter den Möglichkeiten von Big Data zurück. Viele verfügbare Daten, vor allem aus unternehmensexternen Quellen, werden noch nicht in den Big-Data-Analysen genutzt. Außerdem fehlt es an Mitarbeitern mit Big-Data-Erfahrung. Dabei sind die Erwartungen groß: Drei Viertel der Personaler glauben, dass ihnen Big-Data-Analysen bei der Personalplanung (75 Prozent) und beim Personalcontrolling (75 Prozent) helfen können. Bei der Mitarbeitergewinnung im Inland erwarten sich 70 Prozent Unterstützung, im Ausland 57 Prozent.

Hürden überwinden

Noch wird der großflächige Einsatz von Big Data im Personalbereich aber ausgebremst. In jedem zweiten Unternehmen (52 Prozent) verhindern datenschutzrechtliche Bestimmungen oder Sicherheitsbedenken die Verwendung von Big-Data-Lösungen. Die Kosten sind für 32 Prozent der Befragten ein Problem. Vorreiter für Big-Data-Lösungen sind größere Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten. Mehr als ein Viertel (30 Prozent in Unternehmen mit 500 bis 1.999 Mitarbeitern, 26 Prozent in Unternehmen ab 2.000 Mitarbeitern) verwenden bereits Big Data. Bei kleineren Unternehmen von 100 bis 499 Mitarbeiter sind es bislang nur 15 Prozent.

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