Stadt- und Verkehrsplanung anhand von Bewegungsflüssen

Big-Data-Analysen unterstützen bei der Städteplanung

| Autor / Redakteur: Graham Bradley / Nico Litzel

Der Autor: Graham Bradley ist Director Mobile bei Inrix
Der Autor: Graham Bradley ist Director Mobile bei Inrix (Inrix)

Nach Berechnungen der Vereinten Nationen wird die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2024 auf etwa acht Milliarden Menschen anwachsen und sich damit innerhalb von hundert Jahren nahezu vervierfacht haben. Das in Kombination mit einer ungebremsten Landflucht stellt Städteplaner vor große Herausforderungen.

Auf Städteplaner kommen große Herausforderungen zu: 1924 haben etwa 20 Prozent der Weltbevölkerung in Städten gelebt. Prognosen zufolge werden 2024 mehr als die Hälfte aller Menschen (rund 60 Prozent) in Städten leben.

Die Konsequenzen dieses Bevölkerungswachstums in den Städten sind besonders im Hinblick auf die urbane Infrastruktur spürbar, denn: Die Mehrzahl der Verkehrsnetze wurde ursprünglich für eine deutlich geringere Zahl von Verkehrsteilnehmern konzipiert. So steigt nicht nur die Belastung um ein Vielfaches an – es kann vermehrt auch zu Sicherheitsrisiken kommen, die darauf zurückzuführen sind, etwa bei Veranstaltungen mit großen Menschenmassen.

Hilfe durch das Internet der Dinge

Daher sind Technologien gefragt, die Städte- und Verkehrsplaner dabei unterstützen, diese neuen Herausforderungen zu analysieren und auf Basis dieser Ergebnisse angemessen zu handeln. Das ist auch eine unablässige Voraussetzung für die Entwicklung von Smart Cities, die dazu in der Lage sind, die steigenden Menschenmassen in den Städten der Zukunft sicher zu bewältigen.

Eine besondere Bedeutung hinsichtlich der Bereitstellung der notwendigen Informationen haben dabei Mobilfunkbetreiber – nicht zuletzt, da derzeit ungefähr jeder Fünfte über ein Smartphone verfügt. Aber auch die zunehmende Vernetzung spielt hier eine große Rolle, denn neben Smartphones sind beispielsweise auch Wearables dazu in der Lage, anonymisierte und in aggregierter Form vorliegende Standortdaten zu übertragen.

Die Analyse dieser Daten gibt dann Aufschluss über den Bewegungsfluss. Die starke Zunahme der heute verfügbaren mobilen Daten führt dabei dazu, dass die Stichprobengrößen statistisch mit realen Bevölkerungszahlen korrelieren. Werden diese Informationen mit weiteren Standortinformationen wie etwa GPS-Daten aus Connected Cars in Zusammenhang gesetzt, können Data Scientists unter anderem Verkehrs- und Bewegungsströme genau analysieren.

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